Psychotherapie
Integrative Gestalttherapie
Klinische- und Gesundheitspsychologie

Schmerzpsychotherapie
Ich verfüge über langjährige wissenschaftliche, klinische- und psychotherapeutische Erfahrung mit chronischen SchmerzpatientInnen und in der Psychosomatik. Viele Menschen mit chronischen Schmerzen leiden unter komplexen Traumafolgestörungen oder langanhaltendem Stress. In meiner Praxis werden diese Zusammenhänge gezielt berücksichtigt. Die Schmerzpsychotherapie unterstützt Sie dabei körperliche Beschwerden, belastende Erfahrungen und Stress besser zu verstehen und inividuell zu bewältigen.
Beschwerdebilder
• Chronische Schmerzen in der Orthopädie: Wirbelsäule, Bandscheibenvorfälle, Gelenke, Fibromyalgie, Kopf- Nackenschmerzen, Rehabilitation nach Unfällen, Ängste vor- oder nach Operationen, medizinischen Behandlungen
• Gynäkologie: Vulvodynie, Vaginismus, Endometriose, Hormonsensitivität, PMS, Schmerzen bei der Menstruation, Blasenschmerzen, Sexualität, unerfüllter Kinderwunsch, Fehlgeburten, Menopause
• Vegetative Erregung: Herzklopfen, Schwindel, Schlafstörungen oder Sehstörungen, Schwitzen, Erröten
• Chronische körperliche Erkrankungen und Rehabilitation
Mit Ihrem Befund, Ihrem persönlichen Eindruck und Erleben treffen wir eine Einschätzung, wie Sie Hilfe bei chronischen Schmerzen, Stress und psychosomatischen Beschwerden bekommen können.
Das wichtigste dabei ist es einen persönlichen Zugang für Veränderungsmöglichkeiten und Schmerzbewältigung für Sie zu finden! Ihr medizinisches Krankheitsbild wird in die schmerzpsychotherapeutische Behandlung mit einbezogen. Eine vorhergehende medizinische Abklärung ist erforderlich. Wenn Sie auf der Suche nach Ärztinnen oder Physiotherapeutinnen sind, kann ich Ihnen ebenfalls weiterhelfen.

Ansätze der psychologischen Schmerztherapie
Ich durfte die Verteter der "Acceptance Commitment Therapy for chronic Pain" Lance McCracken, Christopher Eccleston und Kevin Vowles an der Royal National Hospital for Rheumatic Diseases und University of Bath, UK kennlernen. Dieser wissenschaftlich überprüfte Ansatz zielt auf Schmerzakzeptanz, psychologische Flexibilität und Werteorientierung zur Verbesserung der Lebensqualität ab.
Das Hauptprinzip ist es die Schmerzvermeidung aufzugeben!
Der innere Kampf damit, nicht mehr derselbe Mensch wie vor einer Erkrankung zu sein und Beeinträchtigungen zu erleben, kann mit starken Gefühlen wie Sehnsucht, Verzweiflung, Angst, Traurigkeit oder Wut verbunden sein. Das Ausmaß der Einschränkungen und Konsequenzen für das Leben, wie beispielsweise im Beruf, Beziehungen, Sport oder Hobbys, spielen eine Rolle bei der Bewältigung von Krankheiten und körperlichen Beschwerden.
Auch die Lebensgeschichte kann die Verarbeitung von körperlichen Erkrankungen beeinflussen. Vernachlässigung und Mangel in der Kindheit kann zu Unachtsamkeit in der körperlichen Selbstfürsorge- und zu einer Aktivierung starker, schwer erträglicher Hilflosigkeitsgefühle führen, körperliche Erkrankungen- Beschwerden oder Unfälle können traumatisch verarbeitet werden. „Alte Geschichten“ werden aktualisiert, obwohl man dachte, das sei „längst erledigt“. Die Akzeptanz des "Hier- und Jetzt" ist häufig ein intensiver Prozess.
Kommt Ihnen das vertraut vor, ist ein möglicher Zugang der psychologischen Schmerztherapie die Teufelskreisanalyse. Katastrophengedanken führen zur ängstlichen Vermeidung oder starren Durchhaltestrategien, die muskuläre Anspannung und vegetative Erregung verstärken sich. Daraufhin werden Ihre schmerzhemmenden Regulationssysteme gestört- und körperliche Beschwerden immer intensiver empfunden. In der Therapie lernen Sie – oft blitzschnell ablaufende – Teufelskreise möglichst früh zu erkennen und Möglichkeiten zur Unterbrechung und Rückfallsprophylaxe zu finden. Sie brauchen ein umfassendes Repertoire an Schmerzbewältigungsstrategien, um im Alltag je nach Schmerzqualität und -stärke reagieren zu können. Bei extremen Schmerzen sind andere Strategien anzuwenden als bei leichten.
Die Achtsamkeit bei chronischen Schmerzen bietet Ihnen gezielte Übungen im Umgang mit körperlichen Beschwerden. Diese tiefergreifende Schmerztherapie setzt bei Ihrem inneren Kampf zwischen unrealistischen Erwartungen, Selbstvorwürfen und starken Gefühlen an. Es aufzugeben ein unveränderliches Leid verändern zu wollen und den Erwartungsdruck zu korrigieren und loszulassen ist ein aktiver Prozess. Lebensgeschichtliche Zusammenhänge, welche in Verbindung mit der aktuellen Krankheitsbewältigung stehen, können zu Tage treten. Die radikale Akzeptanz des „Jetzt“ kann seelische und körperliche Erleichterung schaffen, den Körper von Urteilen befreien, sowie Erholung und Wohlbefinden trotz Schmerz ermöglichen. Es kann ein friedliches Gefühl mit einem weiteren Blick auf Ihr Leben entstehen.
Wenn Sie mehr erfahren möchten, rufen Sie mich an oder schreiben Sie mir!
Weiterführende Links zum Thema Schmerzen / Schmerztherapie:
Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes DGSS: www.dgss.org
Achtsamkeitsbasierte Schmerztherapie®(ABST)
nach Dr. Peter Tamme: www.abst-web.de
